Mulchen im Garten

Mulchen im Garten

Weniger Arbeit und gesunde Pflanzen

Was ist Mulchen eigentlich und warum sollte man den Boden im Garten damit bedecken? Diese Frage stellt sich so mancher Gartenbesitzer.

Dabei ist Mulchen eine einfache und gleichzeitig sehr wirkungsvolle Methode, um den Garten zu pflegen. Eine Schicht aus geeignetem organischem oder mineralischem Material schützt den Boden, hält Feuchtigkeit zurück und kann gleichzeitig das Wachstum von Unkraut bremsen.

Das Prinzip kennt die Natur schon lange: Im Wald liegt schließlich auch kein nackter Boden. Laub, Nadeln und kleine Äste bedecken dort den Boden und werden nach und nach wieder zu wertvollem Humus.

Was bedeutet Mulchen?

Beim Mulchen wird der Boden rund um Pflanzen und Sträucher mit einer Schicht aus geeignetem Material bedeckt.

Dafür kommen beispielsweise Rindenmulch, Laub, Stroh, Rasenschnitt oder Holzhackschnitzel infrage. Je nach Material und Einsatzgebiet haben die verschiedenen Varianten unterschiedliche Vorteile.

Wichtig ist dabei vor allem eines: Der Mulch sollte passend zum Standort und zur Pflanze ausgewählt und richtig ausgebracht werden.

So wird richtig gemulcht

Bevor das Mulchmaterial verteilt wird, sollte der Boden vorbereitet werden:

  1. Zuerst vorhandenes Unkraut entfernen.
  2. Den Boden bei Bedarf leicht auflockern.
  3. Das passende Mulchmaterial gleichmäßig verteilen.
  4. Je nach Material und Einsatzbereich eine Schicht von etwa 3 bis 8 cm auftragen.
  5. Rund um die Pflanzenstängel etwas Abstand lassen.

Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Das Mulchmaterial sollte nicht direkt am Stamm oder an den Pflanzenstängeln anliegen. So verhindert man, dass sich dort dauerhaft Feuchtigkeit sammelt und Fäulnis begünstigt wird.

Wichtig: Nicht zu dick mulchen!

Eine besonders dicke Mulchschicht ist nicht automatisch besser. Wird zu viel Material aufgebracht, kann die Luftzirkulation im Boden beeinträchtigt werden. Außerdem kann sich unter einer zu dicken und feuchten Schicht Fäulnis oder Schimmel entwickeln.

Lieber regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf nachmulchen, als einmal viel zu viel Material aufzubringen.

Welches Mulchmaterial eignet sich wofür?

Nicht jeder Mulch ist für jeden Zweck gleich gut geeignet.

Rindenmulch

Rindenmulch eignet sich besonders für Wege, unter Sträuchern und in vielen Zierbeeten. Er hält Feuchtigkeit im Boden und kann das Wachstum von Unkraut reduzieren.

Stroh

Stroh eignet sich besonders gut für Gemüsebeete und beispielsweise für Erdbeeren. Die Früchte bleiben sauberer und liegen nicht direkt auf der Erde.

Rasenschnitt

Frischer Rasenschnitt ist schnell verfügbar und praktisch – sollte aber nur dünn aufgetragen werden. Eine zu dicke Schicht kann zusammenkleben, die Luftzirkulation behindern und anfangen zu faulen.

Holzhackschnitzel

Holzhackschnitzel sind langlebig und eignen sich besonders für Wege, größere Flächen oder unter Sträuchern. Bei der Verwendung rund um Pflanzen sollte man allerdings beachten, dass frisches Holzmaterial bei der Zersetzung zunächst Stickstoff binden kann.

Laub

Laub ist ein natürlicher und kostenloser Mulch – und im Herbst ohnehin reichlich vorhanden. Unter Sträuchern, Bäumen und in vielen Beeten kann es einfach liegen bleiben und langsam zu wertvollem Humus werden.

Was bringt Mulchen?

Richtig eingesetzt, kann Mulchen im Garten gleich mehrere Vorteile haben.

Weniger Unkraut:
Die Mulchschicht nimmt dem Unkraut Licht und erschwert das Keimen und Wachstum.

Die Feuchtigkeit bleibt länger im Boden:
Der Boden trocknet nicht so schnell aus. Dadurch muss bei trockener Witterung weniger häufig gegossen werden.

Der Boden wird verbessert:
Organische Materialien wie Laub oder Stroh werden nach und nach zersetzt. Dabei entstehen wertvolle organische Bestandteile und Bodenlebewesen werden gefördert.

Schutz vor Hitze und Kälte:
Eine Mulchschicht wirkt wie eine natürliche Schutzschicht und kann starke Temperaturschwankungen im Boden abmildern.

Schutz vor Erosion:
Regen und Wind können den unbedeckten Boden stärker auswaschen oder abtragen. Eine Mulchschicht schützt die Oberfläche.

Mulchen hat auch seine Nachteile

So praktisch Mulchen ist: Es ist kein Selbstläufer.

Bei feuchtem organischem Material können beispielsweise Schnecken einen idealen Rückzugsort finden. Frisches Holzmaterial kann bei seiner Zersetzung außerdem zunächst Stickstoff aus dem Boden binden.

Auch eine falsch aufgebrachte oder zu dicke Mulchschicht kann Probleme verursachen und beispielsweise Schimmel oder Fäulnis begünstigen.

Deshalb gilt auch beim Mulchen: Das richtige Material, die richtige Menge und die richtige Anwendung machen den Unterschied.

 

 

 

Fazit: Weniger Arbeit und ein gesunder Boden

Richtig eingesetzt ist Mulchen eine einfache Möglichkeit, den Garten pflegeleichter zu machen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit des Bodens zu tun.

Weniger Unkraut, längere Feuchtigkeit im Boden und ein besser geschützter Boden sind gute Gründe, auf die natürliche Methode zurückzugreifen.

Wer das passende Mulchmaterial auswählt und auf eine angemessene Schichtdicke achtet, kann sich damit im Garten einiges an Arbeit sparen.

Tipp aus der Praxis

Wenn du dir nicht sicher bist, welches Mulchmaterial für deinen Garten oder deine Pflanzen geeignet ist, melde dich einfach. Wir schauen gemeinsam, was für deinen Garten sinnvoll ist.

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